Ich habe in dem vergangenen Jahr oft versucht, Bücher von Jack Kerouac zu lesen. Es ist mir glaube ich im Wesentlichen nicht möglich. "On the road", so sehr es auch gelobt wird, finde ich einfach nur langweilig und ich bin mit Mühe nicht über die ersten 80 Seiten gekommen. Und habe selbst beim Versuch, später wieder einzusteigen, habe ich kläglich versagt. Geht mir der Beat ab? Fehlt mir da etwas? Vielleicht. Aber seine Haikus sind großartig. Die Sammlung "Book of Haikus" kann ich z.B. nur empfehlen.
Und sein "Dharma Bums" ebenfalls. Vielleicht, weil es besonders menschlich ist. Der innere Kampf in Abgrenzung wie Öffnung nach außen den eigenen Weg zu finden. Im Ton vielleicht etwas zu enthusiastisch. Aber das kann man vielleicht nur nachvollziehen, wenn man bereits genauso tief in Meditation versunken war wie Jack Kerouac -- und schon genauso betrunken. Und ich fürchte, mir fehlen beide Erfahrungen noch.
Man mag dem Buch entgegenhalten, dass es eben keine Alternative oder Utopie zur Verfügung stellt. Jack Kerouacs Leben nach dem Buch (1959 erschienen) zeigt eine deutliche Spur davon. Je mehr ich mir unsere Gesellschaft aber anschaue, glaube ich aber, dass selbst soetwas Extremes wie "Walden" eine akzeptable Alternative darstellt. Und der Versuch von Kerouac, sich nur auf das Zentrale im Leben zu konzentrieren, das, was im Wesentlichen nicht käuflich ist, ist da noch harmlos.
Musste bei der Beschreibung einer Stelle, an der die Hauptperson auf einer Bergwanderung von Fels zu Fels in einer Geröllwiese springt spontan an Murakami denken. Der Protagonist der Dharam Bums springt zunächst seinem Freund und Bergführer Japhy nach, bis er lernt, seine eigenen Schritte zu machen. Der Vergleich mit dieser Fortbewegungsart mit Zen -- die Probleme reihen sich nacheinander auf, man springt und fast zufällig landet man auf einem Stein, der genauso gut ist wie alle anderen. Der Schafsmann in "Dance Dance Dance" gibt die klare Anweisung: weitertanzen, solange man lebt und nicht nach dem speziellen Sinn fragen.
Und sein "Dharma Bums" ebenfalls. Vielleicht, weil es besonders menschlich ist. Der innere Kampf in Abgrenzung wie Öffnung nach außen den eigenen Weg zu finden. Im Ton vielleicht etwas zu enthusiastisch. Aber das kann man vielleicht nur nachvollziehen, wenn man bereits genauso tief in Meditation versunken war wie Jack Kerouac -- und schon genauso betrunken. Und ich fürchte, mir fehlen beide Erfahrungen noch.
Man mag dem Buch entgegenhalten, dass es eben keine Alternative oder Utopie zur Verfügung stellt. Jack Kerouacs Leben nach dem Buch (1959 erschienen) zeigt eine deutliche Spur davon. Je mehr ich mir unsere Gesellschaft aber anschaue, glaube ich aber, dass selbst soetwas Extremes wie "Walden" eine akzeptable Alternative darstellt. Und der Versuch von Kerouac, sich nur auf das Zentrale im Leben zu konzentrieren, das, was im Wesentlichen nicht käuflich ist, ist da noch harmlos.
Musste bei der Beschreibung einer Stelle, an der die Hauptperson auf einer Bergwanderung von Fels zu Fels in einer Geröllwiese springt spontan an Murakami denken. Der Protagonist der Dharam Bums springt zunächst seinem Freund und Bergführer Japhy nach, bis er lernt, seine eigenen Schritte zu machen. Der Vergleich mit dieser Fortbewegungsart mit Zen -- die Probleme reihen sich nacheinander auf, man springt und fast zufällig landet man auf einem Stein, der genauso gut ist wie alle anderen. Der Schafsmann in "Dance Dance Dance" gibt die klare Anweisung: weitertanzen, solange man lebt und nicht nach dem speziellen Sinn fragen.
Handeln.
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