Dies ist der Start einer neuen Serie, die teilweise den "Fragen an die Welt" zuzuordnen ist, andererseits aber gewisse Grundprinzipien des Zen zum Gegenstand hat. Und dies eher auf eine aufgenzwinkernde Weise. Wem das keinen Spaß macht, oder wer dem Zen so angehaftet ist, dass er/sie tiefe Probleme mit meiner Auslegung haben sollte, den möchte ich bitten, vom Lesen dieser Kategorie in meinem Blog abzusehen.
Als Psychologe und leicht Zen-interessiertes menschliches Wesen kam ich nicht umhin, nach den Unterschieden zwischen kognitiver Umstrukturierung (besonders dem "positive Reframing") und einer dem Zen entsprechenden offenen und unvoreingenommenen Betrachtungsweise meiner Umwelt zu suchen. Unsere Universitätsbibliothek lieferte mir einige Umstände, an denen ich mir die Unterschiede klar machen durfte.
1) In der Bibliothek ist zu Stoßzeiten selten annähernd genügend Personal an dem einen Rückgabe-, Abholungs- usw. Schalter; so kommt es zu ziemlichen Schlangen; meistens unterhält sich das Personal auch ausgiebig, ohne von den Wartenden Notiz zu nehmen.
Positive Reframing:
- Selbstperspektive: "Jetzt habe ich Zeit, meinen Abend zu planen/ meine Einkaufsliste zu schreiben"
- globale Perspektive: "Es ist schön, dass die Mitarbeiter hier ein so gutes Betriebsklima haben"; "Schön, dass es noch einen Ort im gehetzten Berufsleben gibt, an dem Ruhe und Gemütlichkeit Vorrang haben"
Zen:
- "Ich stehe in einem Raum mit anderen wartenden Menschen." (Spätestens danach Öffnung der Wahrnehmung für unvoreingenommene Aufnahme der Umgebung)
2) Die Universitätsbibliothek hat zwar einige Eingänge und auch die Vorrichtung, dass viele Ausgänge mit Ausleihschaltern existieren könnten, in der Regel ist aber nur ein Schalter offen, an dem man sowohl ausleihen, wie auch zurückgeben kann. Der ist von manchen Teilen der Universität dann aber doch ein Stück entfernt.
Positive Reframing:
- "Jetzt kriege ich wieder ordentlich Bewegung."
Zen:
- "Ich gehe durch Räume mit Menschen und Büchern." (Spätestens danach Öffnung der Wahrnehmung für unvoreingenommene Aufnahme der Umgebung)
3) Mit dem online-Bibliothekskatalog ist es nicht möglich, nach den Signaturen von Büchern zu suchen. Findet man also einen alten Zettel, der eine Zusammenstallung von (ehemals) interessanten Büchern in Signatur-Kodierung enthält, dann bleibt einem nur das Suchen in der Bibliothek, um festzustellen, ob die Bücher immer noch von Interesse sind.
Positive Reframing:
"Prima. Nun kriege ich ordentlich Bewegung, wenn ich die Bücher zusammensuchen gehe."
Zen:
- "Es ist halt so. Ich gehe die Bücher nach den Signaturen suchen."
- "Wahrscheinlich sind die Bücher nicht so wichtig gewesen oder ich hatte sie längst ausgeliehen. Warum also an der Vergangenheit haften?"
Vielleicht habe ich die Unterschiede deutlich machen können. Für diejenigen, die mich nicht persönlich kennen und denen die Meta-Ironie entgeht, sei noch angemerkt: hier ist auch festgehalten, über welch unwichtige Dinge man sich aufregen kann. Wem das nicht auffällt, der sollte es vielleicht dringend mal mit positive Reframing und/oder Zen versuchen!
Als Psychologe und leicht Zen-interessiertes menschliches Wesen kam ich nicht umhin, nach den Unterschieden zwischen kognitiver Umstrukturierung (besonders dem "positive Reframing") und einer dem Zen entsprechenden offenen und unvoreingenommenen Betrachtungsweise meiner Umwelt zu suchen. Unsere Universitätsbibliothek lieferte mir einige Umstände, an denen ich mir die Unterschiede klar machen durfte.
1) In der Bibliothek ist zu Stoßzeiten selten annähernd genügend Personal an dem einen Rückgabe-, Abholungs- usw. Schalter; so kommt es zu ziemlichen Schlangen; meistens unterhält sich das Personal auch ausgiebig, ohne von den Wartenden Notiz zu nehmen.
Positive Reframing:
- Selbstperspektive: "Jetzt habe ich Zeit, meinen Abend zu planen/ meine Einkaufsliste zu schreiben"
- globale Perspektive: "Es ist schön, dass die Mitarbeiter hier ein so gutes Betriebsklima haben"; "Schön, dass es noch einen Ort im gehetzten Berufsleben gibt, an dem Ruhe und Gemütlichkeit Vorrang haben"
Zen:
- "Ich stehe in einem Raum mit anderen wartenden Menschen." (Spätestens danach Öffnung der Wahrnehmung für unvoreingenommene Aufnahme der Umgebung)
2) Die Universitätsbibliothek hat zwar einige Eingänge und auch die Vorrichtung, dass viele Ausgänge mit Ausleihschaltern existieren könnten, in der Regel ist aber nur ein Schalter offen, an dem man sowohl ausleihen, wie auch zurückgeben kann. Der ist von manchen Teilen der Universität dann aber doch ein Stück entfernt.
Positive Reframing:
- "Jetzt kriege ich wieder ordentlich Bewegung."
Zen:
- "Ich gehe durch Räume mit Menschen und Büchern." (Spätestens danach Öffnung der Wahrnehmung für unvoreingenommene Aufnahme der Umgebung)
3) Mit dem online-Bibliothekskatalog ist es nicht möglich, nach den Signaturen von Büchern zu suchen. Findet man also einen alten Zettel, der eine Zusammenstallung von (ehemals) interessanten Büchern in Signatur-Kodierung enthält, dann bleibt einem nur das Suchen in der Bibliothek, um festzustellen, ob die Bücher immer noch von Interesse sind.
Positive Reframing:
"Prima. Nun kriege ich ordentlich Bewegung, wenn ich die Bücher zusammensuchen gehe."
Zen:
- "Es ist halt so. Ich gehe die Bücher nach den Signaturen suchen."
- "Wahrscheinlich sind die Bücher nicht so wichtig gewesen oder ich hatte sie längst ausgeliehen. Warum also an der Vergangenheit haften?"
Vielleicht habe ich die Unterschiede deutlich machen können. Für diejenigen, die mich nicht persönlich kennen und denen die Meta-Ironie entgeht, sei noch angemerkt: hier ist auch festgehalten, über welch unwichtige Dinge man sich aufregen kann. Wem das nicht auffällt, der sollte es vielleicht dringend mal mit positive Reframing und/oder Zen versuchen!
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