Mittwoch, 8. April 2009

Song Fu 3_3

Die Aufgabe der dritten Runde des dritten Song Fu-Contests brachte eine etwas freiere Aufgabe als die zweite Runde ("...to write a song with the title “It All Makes Sense At The End”') und setzte damit viel kreative Energie frei. Dies machte die Auswahl von fünf Top-Songs sehr schwierig.

Mehrere der Contestanten stellten sich dem Problem, dass viele Filmgeschichten entweder nur schwer nachzuvollziehen sind -- oder der Film an sich davon lebt, dass erst am Ende klar wird, was des Rätsels Lösung ist (so it will all make sense at the end). Joe "Covenant" Lamb, Crabbydad und Mick Bordet bearbeiteten an recht ähnlichem Filmmaterial auf sehr unterschiedliche Art und mit unterschiedlichem qualitativem Ergebnis diese Aufgabe. Crabbydad überraschte nach zwei Songs mit viel Effekten mit einem schönen Country-Song, während ich mich bei Mick Bordet diesmal fragte, ob er überhaupt singen kann. Mein Punkt ging aber an den Covenant, da die Version musikalisch wie textlich am ausgereiftesten war.

Jutze machte das, was er eigentlich richtig kann: Heavy-Death-Dark-Metal-Rock (oder sowas). Und das über die Erstellung satanischer Pfannkuchen -- als ich das letzte Mal Crêpes (oder wie immer man die schreibt) mit ihm machte, hatte ich ganz übersehen, was für eine dunkle Angelegenheit das ist. Ich kann dem "Masked Stranger" nur Recht geben (der wieder eine gute textliche Leistung hinlegte, aber leider nicht meinen Musiknerv trifft...): "[...], Jutze, you really pulled it off."

Viele Songs drehten sich auch um die alltäglichen Grausamkeiten des Lebens und die Frage, ob es am Ende wirklich einen Sinn ergeben wird. Hank Green untersuchte in einer wunderschönen traurigen Ballade, womit er seine Lebenszeit so verbracht hat bis zu diesem Zeitpunkt. Hazen Nester sah das ganze von einem etwas negativeren Standpunkt ("exchange your passions for necessities"; "you wave goodbye to opportunities"). Jeff McDougall war auf der Suche nach der Bedeutung der Redensart "it all makes sense at the end". Zwei Punkte gingen von mir an diese Gruppe. Insane Ian fand eine Möglichkeit, diese alltäglichen Geschichten so zu gestalten, dass sie tatsächlich offene Enden hatten. Und die schönste Geschichte um diese Frage schrieb allerdings Mike Lombardo, die darüber hinaus noch ein Wortspiel (sense - cents - scents) enthielt. Wunderbar!

Edric Haleen schlug in die Wunde, in die bereits Genesis mit "Jesus he knows me" klopften. Das allerdings böser. An angry young man! Ausgezeichneter Song. Kein weiterer Kommentar nötig!

Einen ausgezeichneten Song reichte auch Molly Lewis ein, doch war es leider so, dass er die geforderte Formel nicht für den Zuhörer erfüllte. Das Ziel war zwar erahnbar und ich mag Leute, die Wikipedia kritisch hinterfragen, aber aus formalen Gründen kein Punkt. Nur an alle Leser: Song anhören, auf Youtube anschauen!
Der Rest war weniger der Rede wert. Wer aber mal bei Song Fu reinhören möchte, dem kann ich diese Runde nur empfehlen, da die Songs nahezu alle sehr gut sind! Armutszeugnis der "Master": keiner hat mehr einen weiteren Song nachgelegt. Ausruhen auf Lorbeeren aus anderen Runden ist langweilig! Buh!

Zum Gesamtergebnis in Stimmen von mir bis zu dieser (letzten) offenen Runde:
  • Insane Ian - drei Stimmen
  • Jutze - drei Stimmen
  • Mike Lombardo - zwei Stimmen
  • Edric Haleen - zwei Stimmen